SRH Hotel-Akademie Dresden
Berichte aus dem Hotelpraktikum
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Die Stadt der Brücken und Kanäle - Hotelpraktikum in Venedig

Hotelmanagementpraktikum im Gritti Palace Hotel, Venedig

Ciao aus Venezia,

nachdem ich mich etwas eingelebt habe und auch die Biennale vorüber ist, berichte ich gern über meine Erfahrungen im Langzeitpraktikum im Venedig:

Die Stadt
Die Stadt hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Es ist schön einfach die Ruhe zu genießen, ohne Autos und Industrie. Das Einzige was man hier abends hört, ist das schwappen der Wellen und ab und zu jemand der mit Stöckelschuhen durch die Gasse läuft. Auch die verschiedenen Facetten der Stadt haben mich beeindruckt, hinter jeder Ecke gibt es etwas neues zu entdecken.
Die Ankunft in Venedig war schon ein Abenteuer an sich. Man musste am Flughafen vom Flugzeug in ein Boot umsteigen, was natürlich für mich als Landbewohner sehr neu war. Nach einer Stunde Fahrt, bin ich dann am Markusplatz angekommen. Von da ging es dann zu Fuß weiter, mit 2 Koffern und einer großen Tasche.  Dies ist in Venedig natürlich kein Vergnügen, da die Gassen hier vollgestopft mit Touristen sind und viele Brücken auf meinem Weg lagen.

Die Unterkunft
Am Hotel angekommen wurde ich sofort von Herrn Schultz (welcher übrigens kein Deutscher ist)sehr herzlich begrüßt. Doch eine kleine Überraschung wartete noch auf mich. Herr Schultz hat mich dann zu meiner Unterkunft gebracht. Ich wusste ja, dass der Wohnraum in Venedig begrenzt ist. Ich bin hier in einer Art Wohnheim für Angestellte untergebracht, das sich 3 Hotels teilen. Ich teile mir mit einem anderen Italiener ein 6Bettzimmer. Nach einer gewissen Zeit habe ich mich auch daran gewöhnt und fühle mich hier sehr wohl.

Arbeit im Hotel
Das Arbeiten hier im Hotel macht mir auch sehr Spaß. Das Team an der Rezeption ist auch sehr herzlich zu mir und man fühlt sich wie in einer kleinen Familie. Inzwischen kann ich auch schon alle anfallenden Arbeiten an der Rezeption durchführen. Am Anfang war es für mich relativ schwierig, da ich einige Probleme mit der Sprache habe. Das größte Problem ist, dass die Menschen hier kein Italienisch sprechen, sondern Veneziansch ( was ich mir erklären lassen habe, seit 2007 als eigene Sprache anerkannt wurde). Aber zum Glück sprechen hier auch alle sehr gut Englisch, und falls man sich mal nicht verstehen sollte hat man auch noch Hände und Füße :) .

Das Hotel
Auch das Hotel hat bei mir großen Anklang gefunden, da es sich an einigen Stellen noch auf die alte Schule der Hotellerie beruft, d.h. Barmänner mit weißem Sakko, ein Concierge mit weißen Handschuhen... Das Hotel befindet sich in einem alten Palazzo aus dem Jahre 1522 und ist großteils noch aus der Zeit erhalten geblieben, außer einigen kleinen notwendigen Restaurationsarbeiten und Neuerungen.

Venedigs größte Sorge
Aber am meisten macht dem Hotel die "Acqua Alta" zu schaffen, was so viel heißt wie hohes Wasser. Es handelt sich um das Hochwasser in Venedig was in den Wintermonaten zwischen 10-15 mal im Monat auftritt und bis zu einem halben Meter hoch im Hotel steht. Auf meine Frage was man dann macht, wurde mir empfohlen Gummistiefel zu kaufen :) Der Alltag läuft dann normal weiter und für die Gäste werden Laufstege ausgelegt. Ich freu mich schon auf die Bilder im Anzug und Anglerhose, wird bestimmt eine nette Erfahrung...

Das Essen
Natürlich komme ich auch meinen Erwartungen nach kulinarisch nicht schlecht weg, aber mit der Zeit, hat man doch die Nase voll von Pasta und Reis. Ich freue mich darauf, endlich mal wieder Kartoffeln essen zu können.

Finanzierung
Dank der ESF-Förderung konnte ich mein Praktikum in Venedig gut finanzieren. Die Lebenshaltungskosten in dieser Stadt sind extrem hoch, weil alles per Boot angefahren werden muss,. Die Förderung gab mir Unterstützung für die Reisekosten und die Verpflegung. Damit konnte ich die Zeit gut überbücken und mich voll und ganz auf meine Sprachkenntnisse und Arbeit im Hotel konzentrieren.

ciao aus bella venezia sendet Tim Wober, Assistent für Hotelmanagement im 3. Jahr

 

Tim Wober

Im Land des Lächelns - Hotelpraktikum in China

Angefangen hat alles mit einer Dokumentation im ZDF. Es war Liebe auf den ersten Blick: die Entscheidung für Shanghai war gefallen. Ich bewarb mich online bei einigen 5-Sterne-Häusern und besuchte einen Chinesisch-Kurs an der Volkshochschule in Dresden.

Nach einem Telefoninterview mit J.Xiao (Human Resources Manager) und C. Ma (Front Office Manager) hatte ich die Zusage für ein Praktikum als Guest Relation Officer im Radisson Hotel Shanghai New World. Die Vorbereitungen dauerten und es war nicht einfach ein Arbeitsvisum für ein Jahr zu bekommen; doch dann war ich in einer der unglaublichsten Städte der Welt. Das Hotel lag mitten im Stadtzentrum. Ich wurde herzlich empfangen und gestaltete meinen Arbeitsalltag selbst. 

Ich hatte viel Verantwortung für die Betreuung der VIP Gäste und der europäischen sowie den Gästen aus den United States. Meistens arbeitete ich im back office, doch ist Not am Mann half ich auch gerne als Rezeptionistin aus. Die Arbeit machte mir unheimlich viel Spaß und die Erfahrung bereicherte mein Leben ungemein!

Shanghai ist das neue New York; unglaublich viele Wolkenkratzer ragen hier aus dem Boden. Mein Appartement lag nur 5 Minuten vom Hotel entfernt. Ich wohnte in einer WG zusammen mit einem Deutschen, einem Österreicher, einem Franzosen und einem Amerikaner. Wir sind wie eine kleine Famlie zusammen gewachsen und man lernt soviel voneinander weil hier so viele verschiedene Menschen aufeinaner treffen.

Ich kann jedem, der große Metropolen liebt und keine Berührungsängste mit einer anderen Kultur hat, nur empfehlen nach Shanghai zu kommen! Und für meinen beruflichen sowie persönlichen Werdegang war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte!

Berichte aus dem Auslandspraktikum

Auslandspraktika für Assistenten für Hotelmanagement können auch mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds finanziert werden.